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„Wir wurden wie Stars empfangen“: So hat Thorben Finke aus Sögel die WM-Qualifikation in Botswana erlebt

Leichtathlet Thorben Finke aus Sögel ist mit der deutschen 4x400-Meter-Staffel bei den World Relays in Botswana gelaufen. Der 21-jährige Emsländer erzählt, wie er die Reise mit der DLV-Auswahl erlebt hat, wie er seine Leistungen einschätzt und was sein nächstes Ziel ist.

Thorben Finke vom Sigiltra Sögel war mit der Auswahl des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bei den World Relays in Botswana über die 4x400 Meter am Start. Zwar verpasste der 21-jährige Emsländer mit seiner Staffel bei einer der ersten Gelegenheiten die Qualifikation für die WM 2027 in Peking, zeigte aber dennoch konstante Leistungen.

„Das war auf jeden Fall eine krasse Reise für mich. So eine Reise macht man nicht mal eben so“, sagte Finke, nachdem er wieder in Deutschland gelandet war. „Wir wurden dort wie Stars empfangen. Das war echt cool“, lobte der 21-jährige Emsländer die Stimmung im Stadion und die Gastfreundschaft in dem afrikanischen Land, das im vergangenen Jahr bei der WM in Tokio Weltmeister über die 4x400-Meter wurde und die USA entthronte.

DLV-Quartett läuft im Vorlauf starke Zeit

In Gaborone, der Hauptstadt von Botswana, ging es nun um die ersten Tickets für die WM im nächsten Jahr in China. Finke bildete mit Jean Paul Bredau (VfL Wolfsburg), Manuel Sanders (TV Wattenscheid) und Owe Fischer-Breiholz (Königsteiner LV) das deutsche Quartett in dieser Disziplin. Im Vorlauf überreichte Startläufer Bredau den Staffelstab an den Sögeler Leichtathleten, der das Holz anschließend als Dritter an seinen Teamkollegen Sanders weitergab. Am Ende wurde die DLV-Auswahl hinter Südafrika, Portugal und Simbabwe Vierter – in 3:00,04 Minuten.

„Die Zeit war echt krass. Das Niveau ist international auch heftig. Aber wir konnten mit unserer Leistung voll zufrieden sein“, sagte Finke, der sich mit einer starken Hallensaison zunächst für ein Trainingslager in Südafrika empfohlen hatte und später nach einem Ausscheidungsrennen für die Staffel nominiert worden war. Mit der Zeit verpasste die deutsche Mannschaft in Botswana zwar das Finale, tankte aber für die zweite Qualifikationsrunde Selbstvertrauen. Denn: Zuletzt war im Jahr 1993 eine deutsche Staffel schneller. Der deutsche Rekord steht seit 1985 bei 2:59,86 Minuten.

Thorben Finke bestätigt im zweiten Lauf seine Zeit

Das zweite Rennen einen Tag später verlief etwas chaotischer. Wieder startete Bredau, doch die Übergabe auf Finke verlief nicht optimal. Der Emsländer war plötzlich Letzter, machte aber Meter gut und übergab den Staffelstab erneut an Sanders. Am Ende überquerte Schlussläufer Fischer-Breiholz die Ziellinie als Fünfter nach 3:02,21 Minuten. Rang zwei, der dem DLV-Team die WM-Qualifikation beschert hätte, war außer Reichweite. „Ich bin im zweiten Lauf noch mal schneller gelaufen, also fast dieselbe Zeit wie im ersten Rennen. Deswegen konnte ich auch zeigen, dass ich an zwei Tagen belastbar bin“, sagte Finke, der über seine Position als zweiter Läufer im deutschen Quartett sagte: „Ich bin dann auf die Position zwei gekommen, weil ich vom Kurzsprint komme und ich für Langsprinter ganz gute fliegende Qualitäten habe.“

Nach den World Relays in Botswana will sich der emsländische Leichtathlet nun auf die Saison vorbereiten und hofft, bei der EM in Birmingham (10. bis 16. August 2026) dabei zu sein.