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Sportcampus Emsland stellt neuen Leiter vor

Interview Maximilian Pöschl 

1. Du bist der neue Leiter des Sportcampus Emsland. Stell dich doch einmal kurz vor: Wo kommst du her und was hat dich beruflich hierhergeführt?

Ich bin Max, 28 Jahre alt, und komme aus Schwäbisch Hall im schönen Hohenlohe. Mein persönlicher Werdegang verbindet Hotellerie und Betriebswirtschaft: Nach meiner Ausbildung zum Hotelfachmann im Hotel Bayerischer Hof in München habe ich BWL studiert. Der Sportcampus verbindet diese beiden Bereiche mit meiner persönlichen Begeisterung für Sport & Ernährung und genau diese Mischung hat mich nach Sögel geführt.

2. Welche Rolle spielt der Sport in deinem Leben? Gibt es eine Sportart, einen Verein oder ein Erlebnis, das dich besonders geprägt hat?

Sport ist seit meiner Kindheit ein ständiger Begleiter. Angefangen hat es bei den Fußball-Bambini, später kam Tennis in der Schule und Snowboarden dazu. Auch Golf spiele ich gelegentlich mal - vorausgesetzt, ich treffe den Ball. Während meiner Ausbildung verlagerte sich mein Schwerpunkt dann immer mehr in Richtung Kraftsport. Besonders geprägt hat mich aber die „Wilde Liga“ in meiner Heimat: Jeden Sonntag treffen sich dort ganz unterschiedliche Menschen zum Fußball - unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Beruf. Ob Flüchtling oder Chefarzt, Handwerker, Schüler oder Student: Jeder ist willkommen, und ich stand dort auch schon mit meinem Vater und meiner Schwester auf dem Platz. Diese Gemeinschaft zeigt für mich, wie schön Sport Menschen verbinden kann. Natürlich trägt auch die dritte Halbzeit ihren Teil dazu bei. Für mich ist Sport Ausgleich und zugleich die Erfahrung, was alles möglich ist, wenn man dranbleibt.

3. Du kommst ursprünglich nicht aus dem Emsland. Wie hast du deine erste Zeit hier erlebt und wie bist du in der Region angekommen?

Ich bin noch nicht lange im Emsland und lerne die Region gerade erst kennen. Was ich aber schon sagen kann: Ich wurde sehr herzlich aufgenommen, und alle sind wirklich hilfsbereit - dadurch wurde mir das Ankommen leicht gemacht. Sprachlich muss ich mich allerdings noch etwas umstellen: Wenn mir statt eines „Moin“ doch einmal ein „Servus“ herausrutscht, sorgt das durchaus für kurze Irritationen. Aber ich arbeite daran.

4. Der Sportcampus vereint Sportstätten, Übernachtungsmöglichkeiten und vielfältige Angebote für Gruppen. Was macht diesen Standort für dich besonders?

Für mich sind es genau diese Vielfalt und das Potenzial, das darin steckt. Mit dem neuen, modernen Sportcampus und den sehr gut ausgestatteten Zimmern ist hier ein Haus mit Zukunft entstanden. Der Campus bietet Raum für Begegnungen und sehr gute Voraussetzungen, um hochwertige Trainingslager auszurichten. Gruppen können hier übernachten, Sport treiben, Kurse besuchen, Tagungen abhalten und als Team zusammenwachsen - alles an einem Ort und mit kurzen Wegen. Diese Kombination macht den Standort für mich besonders.

5. Wo siehst du das größte Potenzial für die weitere Entwicklung des Sportcampus Emsland? Welche Bereiche könnten künftig noch stärker in den Fokus rücken?

Die größte Chance sehe ich darin, die teilweise noch schlummernden Potenziale Schritt für Schritt zu nutzen. Da meine Stelle eine Zeit lang vakant war, mussten meine Kolleginnen und Kollegen viele zusätzliche Aufgaben übernehmen - davor ziehe ich wirklich den Hut. Ich lerne gerade noch alle Bereiche und Abläufe kennen und sehe zugleich, wie viel Arbeit dahintersteckt. Mein erster Beitrag soll deshalb sein, mit anzupacken, das Team zu entlasten und Prozesse zu vereinfachen. So schaffen wir gemeinsam wieder mehr Raum, um neue Ideen aufzugreifen, zu entwickeln und umzusetzen. Langfristig möchte ich mit dem Team auch Konzepte für die noch nicht ausgebauten Räume entwickeln. Denkbar wären beispielsweise ein kleiner Spa-Bereich oder ein zusätzlicher Tagungsraum - beides könnte das Profil des Sportcampus sehr gut ergänzen. Mehr möchte ich aber im Augenblick noch nicht verraten…

6. Welche Ideen und Ziele hast du dir für deine neue Aufgabe vorgenommen? Was möchtest du in den kommenden Jahren erreichen?

Vieles davon habe ich bereits angesprochen. Ergänzen möchte ich aber einen Punkt, der mir besonders wichtig ist: Die Entwicklung und der Bau des Sportcampus waren nur durch das Engagement und die Unterstützung vieler Partner möglich. Natürlich gehört es dazu, neue Gäste zu gewinnen und das Haus wirtschaftlich weiterzuentwickeln. Das ist aber kein Selbstzweck. Der Sportcampus soll vor allem ein Haus für die Sportlerinnen und Sportler unserer Vereine sein - ein Ort, an dem sie ihrer Leidenschaft nachgehen, sich begegnen und Gemeinschaft erleben können. Wenn es uns gelingt, diesen Anspruch mit einer wirtschaftlich stabilen und zukunftsfähigen Entwicklung zu verbinden, haben wir viel erreicht.

7. Was wünschst du dir von den Sportvereinen, Verbänden und weiteren Partnern aus dem Emsland? Wie können sie den Sportcampus künftig noch stärker nutzen?

Michael arbeitet gerade intensiv daran, unser Angebot weiter auszubauen - besonders bei den Außenanlagen und Sportmöglichkeiten. Diese Entwicklungen brauchen natürlich noch etwas Zeit. Aber auch wenn wir noch nicht vollständig ausgestattet sind, hat der Sportcampus schon heute viel zu bieten. Mein Wunsch ist deshalb: Kommt vorbei, lernt den Campus kennen und sagt uns auch, was ihr für euren Sport und eure Vereinsarbeit braucht. Ob Sport, Tagung, Lehrgang oder gemeinsame Freizeit - vieles lässt sich hier mit guter Verpflegung und modernen Zimmern an einem Ort verbinden. Wir sind in eurem Auftrag unterwegs und geben Vollgas für einen Sportcampus, den die Vereine gerne und regelmäßig nutzen.

8. Zum Abschluss: Was sollten die Menschen im Emsland über den Sportcampus wissen, was sie vielleicht noch nicht wissen? Warum lohnt sich ein Besuch?

Ich bin jetzt seit fast zwei Wochen hier und entdecke noch immer Angebote, die ich vorher nicht kannte. Das zeigt schon: Der Sportcampus hat mit der Sportschule zusammen deutlich mehr zu bieten, als viele vermutlich denken. Deshalb meine Einladung: Kommt vorbei, schaut euch um und überzeugt euch selbst. Ihr seid herzlich willkommen – wir freuen uns auf euren Besuch!