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Mutter und Tochter auf der Bühne: Anne und Paula Terhorst teilen Erfolge – und die Nervosität

In Meppen hat der Landkreis Emsland 132 Einzelsportler und neun Teams für die Erfolge in 2025 geehrt. Anne und Paula Terhorst gaben Einblicke ins Leben im Leistungssport.

Zum 45. Mal hat der Landkreis Emsland seine erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler ins Rampenlicht gerückt und geehrt. Ehrengäste waren Mutter und Tochter: Anne und Paula Terhorst. Sie gaben einen Einblick in das Leben von Leistungssportlern.

In der Aula des Windthorst-Gymnasiums Meppen ging am Dienstagabend die diesjährige Sportlerehrung des Landkreises Emsland über die Bühne. Etwa 340 Personen umfasste die Gästeliste. 132 Einzelsportlerinnen und -sportler sowie neun Mannschaften wurden für ihren außerordentlichen sportlichen Einsatz in 2025 ausgezeichnet. Sie erhielten Urkunden und Trophäen in den Kategorien Bronze, Silber und Gold. Wer auf Landesebene erfolgreich war, fiel unter die Kategorie Bronze. Silber ging an diejenigen, die DM-Silber oder Bronze holten. Deutsche Meister sowie Europa- und Weltmeisterschaftsteilnehmer freuten sich über Gold.

Anne und Paula Terhorst bei Sportlerehrung

Als Ehrengäste traten Anne Terhorst (geborene Bruns) und ihre Tochter Paula Terhorst auf, beide auf der Mittelstrecke sehr erfolgreiche Leichtathletinnen. Anne Terhorst startete für den LAV Meppen und wurde 1995 in Bremen Deutsche Meisterin über 800 Meter (Bestzeit 2:02,62 Minuten). Im selben Jahr nahm sie an der Weltmeisterschaft in Göteborg teil. Im Jahr 2000 verabschiedete sie sich als 26-Jährige vom Leistungssport.

Ebenfalls beim LAV Meppen begann Paula Terhorst mit dem Sport. Inzwischen geht die 18-Jährige für den VfL Löningen an den Start. Im vergangenen Jahr nahm sie im finnischen Tampere an der U-20-Europameisterschaft teil. Wurde über 800 Meter Zwölfte. Dabei hatte Paula Terhorst Anfang des Jahres noch mit Probleme an der Hüfte und am Fuß zu kämpfen gehabt.

Bei der Sportlerehrung erhielten die Gäste einen Einblick in das Leben der Familie Terhorst. „Ganz viele Parallelen“ erkennt Anne Terhorst nach eigener Aussage zwischen sich und ihrer Tochter. Von daher sei es für sie auch immer sehr schwierig, bei Paula mit Situation wie Verletzungspausen umzugehen, gesteht sie. „Weil ich genau weiß, wie sie fühlt, was sie durchmacht, wie es ihr geht. Und das macht es dann manchmal auch doppelt schwer.“

Mutter begleitet Paula Terhorst zu Wettkämpfen

Laut Paula Terhorst ist ihre Mutter bei fast allen Wettkämpfen dabei. „Wir sind beide schon ziemlich nervös. Aber es ist eine schöne Nervosität. Und es ist auch schön, dass Mama immer so mitfiebert.“ Vor dem Wettkampf gehe sie auch immer noch zu ihr, sagt die Abiturientin. „Und dann umarmt sie mich einmal. Dass ich so ein bisschen runterkomme. Das ist auf jeden Fall sehr wichtig für mich.“ 

Weniger wichtig sind für ihre Mutter die Erinnungsstücke aus ihrer Vergangenheit als Leistungssportlerin. Im Hause Terhorst deutet nichts mehr auf die aktive Karriere der Mutter hin. „Tatsächlich findet man bei uns im Hause nichts“, so Anne Terhorst. Pokale und Fotos haben auf dem Dachboden einen Platz gefunden. „Das habe ich noch, aber präsentiere es nicht.“ 
 

In doppelter Hinsicht bedeutsam ist das Jahr 2026 für Paula Terhorst. Schulisch steht sie kurz vor dem Abschluss. Sie macht derzeit am Marianum Meppen das Abitur. „Das ist im Moment relativ stressig, weil auch Klausurenphase ist.“ Aber es sehe hoffentlich ganz gut aus, ergänzt sie. „Und ich bin dann auch froh, wenn die Abiturprüfungen geschrieben sind.“ 

Sportlich sei ihr Hauptziel, gesund zu bleiben und „hoffentlich bald“ gut in den Sommer zu starten. Ziel ist die Teilnahme an den U20-Weltmeisterschaften in den USA. „Das wäre natürlich ein großer Traum, da mal zu starten.“ Auch bei den Deutsche Meisterschaften möchte Paula Terhorst möglichst gut abzuschneiden.

Sportlerwahl im Emsland: Nominierte verkündet

Nach den Ehrungen wurden bei der Sportlerehrung in Meppen die neun Nominierten der Sportlerwahl im Emsland offiziell bekanntgegeben. Bei den Nachwuchssportlern stehen Schwimmer Fabio Berendes, Fußballerin Laura Bröring und Motorsportler Timo Wachs zur Wahl. In der Rubrik Mannschaft des Jahres dürfen sich die Dartsspieler vom SV Olympia Laxten, die Leichtathletinnen der LG Papenburg-Aschendorf und die Nachwuchsvolleyballerinnen des SV Alemannia Salzbergen Hoffnungen auf den Sieg machen. Und als Sportpersönlichkeit sind Volleyballerin Lina Alsmeier, der Kraftsportler Thomas Leffers und die Gespannfahrerin Anna Sandmann nominiert.

Sportlerwahl im Emsland: Das sind die neun Nominierten – und ihre Endziffern

Die Leser und User der Ems-Zeitung, Meppener Tagespost sowie Lingener Tagespost und der noz bestimmen per Anruf oder Stimmabgabe im Netz die Sieger. Am Abend der Landkreisehrung hat die Abstimmung begonnen. Sie endet am Sonntag, 5. April 2026 (23.59 Uhr). Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 13. April 2026. Dann werden bei der Sport-Wirtschafts-Gala „Emotion 2026“ bei der Firma Rosen in Lingen die Sport-Oscars vergeben.

1981 erste Sportlerehrung des Landkreises Emsland

Seit 1981 gibt es die Sportlerehrung. Zweimal fiel die Veranstaltung wegen Corona aus beziehungsweise fand sie nicht in Präsenz statt: 2021 und 2022. Stattdessen erhielten die Sportlerinnen und Sportler per Post ihr Ehrungspräsent.

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