Interview mit dem Präsidenten Michael Koop

zum Thema Sportpolitik aus dem Jahr 2011

Herr Koop, seit September 2010 sind Sie KSB-Präsident. Was wollen Sie in den nächsten Jahren erreichen?

Zunächst haben wir bereits etwas sehr Wichtiges erreicht. Das Präsidium ist neu strukturiert. Hermann Wilkens ist zuständig für Sportentwicklung, Karin Bruns für Bildung, Angelika Büter für Vereinsentwicklung, Sylvia Hagen für die Sportjugend, Hans-Jürgen Pund sowie Günter Klene für Finanzen und Verwaltung, ich selbst kümmere mich vor allem um sportpolitische Arbeit. Dieser Schritt war wichtig, um inhaltliche Ziele effektiv und zukunftsorientiert angehen zu können. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam viel erreichen werden.

Welche sportpolitischen Ziele fassen Sie ins Auge?

Wir wollen dem Sport im Emsland zu noch größerer gesellschaftlicher und politischer Akzeptanz verhelfen. Dazu gilt es, finanzielle Rahmenbedingungen zu verbessern und abzusichern. Die Absicherung der kommunalen Sportförderung steht im Vordergrund. Der KSB und die Sportschule Emsland verstehen sich dabei als Dienstleister für die Vereine. Daneben halte ich die Vernetzung zwischen Sport, Wirtschaft und Politik für sehr wichtig. Unser Projekt "Fit for Business" ist das beste Beispiel dafür, wie Sport und Wirtschaft voneinander profitieren können. Der KSB unterstützt damit kleine und mittlere Unternehmen beim Aufbau einer gezielten betrieblichen Gesundheitsförderung. Bis 2013 fließen 900 000 Euro in das Projekt, das hervorragend angelaufen ist. Die Resonanz der Unternehmen ist überwältigend. Es scheint ein Bedürfnis nach einer gesunden und bewegungsorientierten Lebensweise zu geben, die mehr und mehr auch als Potenzial in Unternehmen erkannt wird.

Was liegt Ihnen darüber hinaus aus sportpolitischer Sicht am Herzen?

Wir wollen die Kommunikation des KSB mit seinen Vereinen noch besser gestalten. Mir ist wichtig, dass unsere Vereine zeitnah und vollständig informiert sind, damit sie ebenso zeitnah auf aktuelle gesellschaftliche Anforderungen reagieren können. Dazu arbeitet eine Studentin der Lingener Fachhochschule zurzeit im Rahmen ihrer Bachelorarbeit ein Kommunikationskonzept für den KSB aus. Geplant ist darüber hinaus, das Projekt Linas, bei dem es um die Inklusion von Menschen mit Behinderung geht, emslandweit auszudehnen. Zudem sollte das Projekt NiKo, durch das Sport in Schulen getragen wird, meiner Meinung nach verlängert und auf weitere Schulen ausgedehnt werden. Nicht zuletzt möchte der KSB bei der Qualifizierung von Übungsleitern weiter stark sein und möglichst viele Menschen bewegen, sich für den Sport und die Menschen im Emsland zu engagieren.