Lob wie am Fliesband
Montag, 25. Januar 2010 um 09:34 Uhr

v.l. F. Dunker, H. Bröring, Gehlenborg, W. Fehren, H. Börger, K. Rothmund, G. Hoffschroer Lob wie am Fliesband bekam gestern Abend bei seiner offiziellen Verabschiedung im Haus des Sports Willy Fehren (Bildmitte mit „Ball“), von 2000 bis 2009 Vorsitzender des Fußballkreises Emsland und inzwischen Ehrenvorsitzender. Der Harener, der sich seit rund 50 Jahren ehrenamtlich engagiert, nahm nach 75-minütiger Zeremonie den stehenden Applaus der geladenen Gäste entgegen. Für seine „kompetente Arbeit“ dankten der Vorsitzende des Fußball-Bezirks Weser-Ems, Ferdinand Dunker, Landrat Hermann Bröring, der Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes, Eugen Gehlenborg, der Vorsitzende des Fußballkreises Emsland, Hubert Börger, der Chef des Niedersächsischen Fußball-Verbandes und DFB-Vizepräsident Karl Rothmund sowie der Präsident des Kreissportbundes Emsland, Gerd Hoffschroer (v. l.).


Fehren, dem besonders die Arbeit mit Jugendlichen am Herzen lag, gründete 1961 den Sportverein Emmeln. Beim TuS Haren rief er 1968 die Leichtathletik- und später die Handballabteilung mit ins Leben. Bei dem Klub trainierte er 15 Jahre Jugendfußballer und führte die A-Jugend bis in die höchste Spielklasse. Er war ab 1970 Staffelleiter auf Bezirksebene, danach bis 1983 Jugendobmann zunächst im Altkreis Meppen und dann im Emsland. Dazu kommt seine Tätigkeit beim TuS Haren, bei dem er seit 1968 Vorstandsmitglied ist und von 1976 bis 2000 Geschäftsführer war. Zudem war der 66-Jährige 1981 bis 1991 Vorsitzender des Wasserskiclubs Schloss Dankern. Fehren gab dem Fußballkreis Emsland nicht nur als zweiter Vorsitzender im Bezirk eine klare Stimme über die Gremien des Niedersächsischen Fußball-Verbandes hinaus.

Weiter Auszeichnungen nahmen Willy Fehren bei seiner offiziellen Verabschiedung als Vositzender des Kreisfußballverbandes Emsland entgegen. Der Kreis, der ihn schon zum Ehrenvorsitzenden gemacht hatte, überreichte als sichtbares Zeichen eine Trophäe in Form eines Balles. Weser-Ems-Vorsitzender Ferdinand Dunker brache die Ehrenurkunde mit, für seinen Stammverein TuS Haren übergaben Vorsitzender Thomas Hamm und Ehrenvorsitzender Ewald Stapel die goldene Ehrennadel und eine Fanausrüstung. "... An Willys Revers is ja kaum noch ein Platz frei", lachte das Duo. So war DFB-Vizepräsident und NFV Vorsitzender Karl Rothmund nur leicht bedrückt, weil er das Präsent für Fehren daheim vergessen hatte. Er wird es nachliefern. 

Genau wie Landrat Bröring den Blumenstrauß an Karin Fehre, der er bewusst nicht mitgebracht habe. "Sie bekommt heute so viele Blumen, da reiche ich ihnin 14 Tagen nach", sagte er, während die Gäste schmunzelten. Bestend bekannt kamen ihnen die Redewendungen von Fehren wie "die Stimme der Vernunft" oder "die Stadt bin ich" vor. 

Foto: Doris Leißing